
Im Rahmen ihrer Literaturserie über Kurzgeschichten stellte die britische Tageszeitung „The Guardian“ den serbischen Schriftsteller Danilo Kis vor, und verglich ihn dabei mit den Größen der Weltliteratur.
So hat „The Guardian“ vor Danilo Kiš über zahlreiche Klassiker der Weltliteratur geschrieben: von Giovanni Boccaccio bis zu Ernest Hemingway, James Joyce, Ray Bradbury und vielen anderen. Danilo Kis wird als einer der wichtigsten europäischen Schriftsteller nach dem Zweiten Weltkrieg dargestellt. Gleichzeitig wurde aber festgestellt, dass dieser große Schriftsteller in angelsächsischen Ländern leider gar nicht bekannt ist.
„The Guardian“ hebt vor allem die Art und Weise hervor, auf welche Kis die Realität und bloße Tatsachen schilderte. Deswegen wurde er oft von bekanntsten Literaturkritikern weltweit mit James Joyce, Bruno Schulz und Franz Kafka verglichen. Diese Schriftsteller haben tatsächlich den spezifischen Schreibstil von Kis und seine Denkweise beeinflusst. Laut „The Guardian“ war dieser große serbische Literat, wie auch einige andere geniale Schriftsteller, vor der Zeit, in dem er lebte. Die Literatur musste seinen Worten zufolge die Geschichte „korrigieren“, denn sie – die Geschichte – habe die Tendenz zur Verallgemeinerung. Besonderes Augenmerk richtete “The Guardian” auf die Analyse von Kiss Werk „Ein Grabmal für Boris Dawidowitsch“, sowie auf seine Biografie.
Danilo Kis studierte an der Philologischen Fakultät in Belgrad. Er war der erste Student im Fachbereich Geschichte der Weltliteratur mit der Literaturtheorie. Kis zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern der zeitgenössischen serbischen Literatur. Als Erzähler und Essayist erreichte er in seinen Werken höchste künstlerische Leistungen. Dabei beschäftigte er sich in gleichem Maße mit historischen und zivilisatorischen Problemen. Mit seinen Werken wie „Mansarda“ (Die Dachkammer), „Psalam,“ (Psalam 44) „Rani jadi“, (Frühe Leiden) „Peščanik“, (Sanduhr), „Grobnice za Borisa Davidoviča“ (Ein Grabmal für Boris Dawidowitsch) und „Enciklopedija mrtvih“ (Enzyklopädie der Toten) bereicherte Danilo Kis nicht nur die serbische sondern auch die Weltliteratur. In seinem bekannten Essay „Čas anatomije“ (Anatomiestunde) unterteilte Kis die Geschichte der Kurzgeschichte in zwei Epochen: vor und nach Borges. Seine zwei letzten Geschichtensammlungen „Ein Grabmal für Boris Dawidowitsc“h und „Enzyklopädie der Toten“ stellen einen herausragenden Beitrag zur Fiktion in der Weltliteratur nach Borges dar. Diese Fiktion bewegt sich irgendwo zwischen Fantasie und Wirklichkeit.
