Beziehung von Frauen und Männern durch Zahlen

09. 06 2012. - 19:27 -- MRS
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Wie die Beziehung von Frauen und Männern durch Zahlen aussehen, was uns diese Zahlen sagen worauf sie hindeuten und was sie über unsere Gesellschaft sagen – darauf versuchte die wissenschaftliche Beraterin des Instituts für kriminologische und soziologische Forschungen aus Belgrad Marina Blagojevic Hjuson in ihrem Buch „Frauen und Männer in Serbien: was uns Zahlen sagen“ zu antworten. Ein Bericht von Jelica Tapuskovic.

Die Geschlechtsstatistik gibt uns Angaben über reale Umstände, in welchen Frauen und Männer leben, und wie sie zur Gesellschaft beitragen. Diese Angaben dienen dann der Realisierung der Gleichberechtigung der Geschlechter. Damit werden gleichzeitig das Bewusstsein über Probleme und die Notwendigkeit ihrer Lösung angeregt. Gleichzeitig wird an der Mobilisierung der Frauen in der Gesellschaft gearbeitet. In der serbischen Gesellschaft sterben der Statistik nach Männer mehr als Frauen, in allen Lebenskategorien, außer ab 60 Jahren. Drei Mal mehr Männer sterben bei Verkehrsunfällen, von Tumoren und Kreislauferkrankungen, bei Unfällen und Morden. Männer und Frauen aus verschiedenen Sozialschichten sind verschiedenen Gesundheitsrisiken ausgesetzt, dank verschiedenen Angewohnheiten und Standpunkten. Das sieht man am besten wenn es um Abortus, Alkohol und Zigaretten geht.

In wieweit sich die Ehe in Serbien modernisiert hat, zeigt die Angabe, dass es immer mehr Ehen gibt, in welchen die Frau älter ist als der Mann, und dass die Zahl der Ehen, in welchen der Mann von der Frau 10 oder mehr Jahre älter ist sinkt. Die Angaben sagen auch, dass 90 % der Jugendlichen unter 24 sexuelle Beziehungen hatten, dass sie aber auch weiterhin ungenügend Verhütungsmittel benutzen. Die Bildung der Männer und Frauen in Serbien gleicht sich auf allen Niveaus aus, weil die Frauen das als den besten Weg zur Verbesserung ihrer Lage sehen. Es hat sich gezeigt, obwohl es nicht genug Frauen auf Führungspositionen gibt, dass sie bessere Chefs sind und mehr neues Personal einstellen. Frauen werden jedoch immer noch weniger als Männer für den gleichen Job bezahlt.
Die Autorin der Studie Marina Blagojevic Hjuson sagt, dass die Position von Frauen auf den höchsten Niveaus der Entscheidungen unter Einfluss ihrer geschlechtlichen und parteilichen Angehörigkeit ist, wie auch der politischen Positionierung. Sie sagte, dass Männer mehr Zeit auf bezahlten Jobs verbringen, als Frauen, die „unbezahlte“ Jobs haben, wie Kinder und Haushalt, während Männer im Haus einzig im Garten und um Haustiere herum mehr arbeiten als Frauen. Sie sagte, diese Zahlen müsse man im Gesellschaftskontext beobachten und die Methodologie und Datenquellen vor Augen haben.

„Ich bin mir völlig sicher, dass die Dominante Richtung der Änderungen die Realisierung der immer größeren Gleichheit zwischen Männern und Frauen ist. Das Problem ist die Re-Patriarchalisierung der Welt durch Affirmation der männlichen Werte in transnationalen, transpatriarchalen Eliten, welche diese Art von Entwicklung aufzwingen“, sagte Blagojevic Hjuson.

Die Professorin in Rente Andjelka Milic hob hervor, dass keine moderne Gesellschaft ohne diese Statistik existieren kann, weil sie viel über die Position der Frau in der Gesellschaft und ihre Emanzipation entdecken. Deshalb, meint sie, haben diese Angaben Sinn und tragen zur Analyse der Statistik bei.