
Serbische landwirtschaftliche Produkte haben eine gute Chance, auf die Märkte in Deutschland, Italien und Frankreich zu landen. Dies ist die Schlussfolgerung der Versammlung in der Wirtschaftskammer Serbiens, an der auch serbische Vertreter in diesen EU-Ländern beteiligt waren. Ein Bericht von Ranka Pavlovic.
Der Wert des Außenhandels mit Deutschland im vergangenen Jahr habe mehr als 3,5 Milliarden US-Dollar betragen, hob die Vertreterin der Wirtschaftskammer Serbiens in Deutschland, Milanka Vucic, hervor. Es seien landwirtschaftliche Produkte im Wert von 197 Millionen US-Dollar nach Deutschland ausgeführt worden. Dabei sei ein Wachstum von 44 Prozent verzeichnet worden. Auf den deutschen Markt hätten vor allem gefrorene Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren und andere Früchte, sowie konservierte Kirschen und frisches und getrocknetes Gemüse gelandet. Serbien nehme Platz zwei im Hinblick auf die deutsche Einfuhr der Himbeeren ein. Laut Frau Vucic liegt das große Potenzial auch in der serbischen Ausfuhr der Bio-Produkte nach Deutschland.
Wenn es sich um die Zusammenarbeit mit Italien handele, sei dieses Land in den vergangenen zwei Jahrzehnten unter den wichtigsten Käufern der serbischen Waren gewesen, so der Vertreter der serbischen Wirtschaftskammer in Italien, Goran Ilic. Der Handelsaustausch zwischen Italien und Serbien im Jahr 2011 habe drei Milliarden Dollar überschritten. Die Deckung der Importe durch Exporte im ersten Quartal dieses Jahres habe bei 78 Prozent gelegen, was über dem Durchschnitt der EU-Staaten und anderer wichtigen Partner lege.
Laut Vesna Pakej, Vertreterin der serbischen Wirtschaftskammer in Frankreich, erhielt Serbien 2011 65 Millionen US-Dollar von dem Agrar-Außenhandel mit Frankreich, beziehungsweise 8,3 Prozent mehr als im Jahr 2010. Es handele sich am meisten um verarbeitetes Obst und Gemüse. Serbien sei der führende Anbieter von Himbeeren, Brombeeren und Johannisbeeren, und decke fast die Hälfte des französischen Markts. Dabei habe es sogar Chile übertroffen, das ein bekannter Hersteller dieser Obstsorte weltweit sei.
Deutschland, Italien und Frankreich seien führende Länder bezüglich der serbischen Ausfuhr, welche eigentlich die Position der serbischen Wirtschaft bestimmen, sagte die Sekretärin des Ausschusses für Außenwirtschaftsbeziehungen der Wirtschaftskammer Serbiens, Olivera Kiro. Ihren Worten zufolge lag der serbische Agraraußenhandel im Jahre 2011 bei 4 Milliarden US-Dollar – ein Fünftel mehr als im Vorjahr und mit einem Überschuss von 1,3 Milliarden Dollar. Zu diesem guten Ergebnis trug am meisten die Ausfuhr von Getreide und seinen Produkten bei, sowie von Gemüse, Obst und pflanzlicher Fetten und Ölen.
