Die Donaustrategie stellt Entwicklungspotenzial dar

30. 06 2012. - 20:36 -- MRS
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Die Donaustrategie ermöglicht nicht nur die Entwicklung der Donauregion, sondern auch von ganz Europa - in Infrastruktur, Tourismus und Regionalzusammenarbeit, erklärte der Vorsitzende der Wirtschaftskammer Serbiens Milos Bugarin bei der Eröffnung der Konferenz "Durchführung der Donaustrategie - Herausforderungen und Perspektiven". Das Treffen versammelte Experten der EU und der Donauländer. Ein Bericht von Biljana Blanusa.

Die Donaustrategie wurde vor einem Jahr angenommen und es wurden die Grundlagen für ihre Implementierung und die Realisation gemeinsamer Projekte in den Ländern des Westbalkans aufgestellt, erklärte Bugarin. Seinen Worten zufolge sind momentan etwa 30 Projekte in der Prozedur, welche aus den EU-Fonds finanziert werden, aus dem aktuellen Haushalt, welches bis 2013 projiziert wurde. All die Projekte sind aus den vier Feldern der Donaustrategie - Verbindung der Donauregion, Umweltschutz, Infrastruktur und Stärkung der Region. Es gibt aber Probleme mit der Verspätung mancher Projekte, was die maximale Nutzung der Mittel in Frage stellt. Es handelt sich vor allem um ungenügend entwickelte Institutionen und Bürokratie. Bugarin sagte, die Wirtschaftskammer Serbiens habe ein Projekt der Säuberung der Donau, Save und Tisa von untergegangenen Wasserfahrzeugen gestartet, und die Regierung Serbiens habe es unterstützt. Die Kammer werde auch das Projekt "RIS" unterstützen, welches die Sicherheit der Donaufahrt herstellen sollte. Beide Projekte sind ein Beispiel guter Kooperation des öffentlichen und des Privatsektors, und die Wirtschaftskammer wird auch weiterhin strategische Projekte aus der Donaustrategie unterstützen, sagte Bugarin.

Die Direktorin des Regierungsbüros für europäische Integrationen Milica Delevic hob hervor, dass die EU durch die Donaustrategie die Bedeutung und Rolle der Donauländer erkannt hat - derer, die schon EU-Mitglieder sind, und derer, die es noch nicht sind, wie Serbien. Sie meint, für den Erfolg der Donaustrategie sei es wichtig, dass alle Niveaus der Regierung zusammenarbeiten, gemeinsam mit der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft. "Es wurden zahlreiche Projekte, wie die Rekonstruktion der Zezelj-Brücke, der Golubac-Festung, Wasserversorgung von Veliko Gradiste und des Backa-Kanals gestartet", sagte sie. Den Worten des Direktor des Belgrader Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung Michael Erke gibt es große Entwicklungsunterschiede zwischen den Donauländern, und deshalb sei es wichtig, dass sie alle so bald wie möglich in die EU integriert werden.

Die Konferenz hat es zum Ziel, dass Erfahrungen ausgetauscht werden, und dass Partnerschaften unter den Donauländern auf allen Niveaus hergestellt werden. Durch das Kennenlernen der Mechanismen für die Durchführung der Strategie wird die Kooperation der öffentlichen und privaten Sektoren angeregt, was schnellere Realisierung der Projekte ermöglichen sollte. Donauländer sind Deutschland, Österreich, Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Rumänien, Bulgarien, Moldau, die Ukraine, Bosnien und Herzegowina, Slowenien und Montenegro.