
Der KFOR Kommandeur, der deutsche General Erhard Drews, ist der Meinung, dass Belgrad und Pristina so schnell wie möglich zur politischen Vereinbarung über die Frage des Nordkosovos kommen sollen, welche für die dort lebenden Menschen akzeptabel sein müsse. „Probleme im Norden der Provinz haben nicht die Verhandlungsleiter, sondern das Volk, das dort lebt. Es ist eine Frage, ob man ihnen irgendwelche politische Entscheidung oder Abkommen unterhängen kann, insofern sie diese nicht tolerieren“, so Drews. Der deutsche General hat gleichzeitig bewertet, die serbische Minderheit im Kosovo lebe in irgendeiner Art auf Eis gelegten Konflikts, und es schwierig hinnehmen würde, ohne der finanziellen Hilfe seitens Belgrad zu bleiben. „Ich bin mir im Klaren, wie sehr die Bürger vom Norden der Provinz auf das Geld aus Belgrad vertrauen, und sich fragen, wie sie ohne diese Unterstützen leben würden. Offensichtlich erwarten sie von keinem, diese Rolle von Belgrad zu übernehmen, und insbesondere nicht von Pristina“, führte Drews an. „Es gibt einen Unterschied zwischen den Serben südlich und nördlich des Flusses Ibar. Südlich gibt es nicht viele Soldaten, sondern hauptsächlich Patrouillen. Aber beispielsweise sind für die Serben auch zwei schwedische Soldaten eine Sicherheitsgarantie, da sie verstehen, hinter diesen beiden Soldaten steht ein europäisches Land mit all seinen Verbündeten, die sich den Frieden wünschen. Also, sie haben ein völlig anderes Erlebnis über die KFOR, als die Menschen vom Norden der Provinz“, stellt Erhard Drews an.
