Es ist wichtig, die Wirtschaft zu bewegen

22. 06 2012. - 20:13 -- MRS
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Die Verhandlungen über die Regierung sind im Gange und Wirtschaftsexperten meinen, das Programm sei am wichtigsten, damit die Richtlinien der zukünftigen Wirtschaftspolitik bekannt sein können. Das Dilemma, ob man sparen oder Wirtschaftsaktivitäten anspornen sollte, welches es in der Welt gibt, gibt es auch in Serbien, aber es herrscht die Meinung, dass eine Kombination dieser beiden Strategien am besten wäre. Das ist das wesentliche der Botschaft, welche die Wirtschaftsexperten, mit welchen wir gesprochen haben, der zukünftigen Regierung schicken. Ein Bericht von Biljana Blanusa.

In einer Erklärung für unser Radio sagte der Vorsitzende des Verbandes der Korporativdirektoren Serbiens Toplica Spasojevic, dass die ersten Schritte der Regierung auf Reformen aus sein müssen, weil sie der Schlüssel für Wirtschaftsentwicklung sind. Er sagte, dass man dringend eine Vereinbarung mit dem Internationalen Währungsfonds über die Richtlinien der zukünftigen Wirtschaftspolitik treffen muss. „Es ist ebenfalls wichtig, ausländische Investoren zu ermutigen, in Serbien zu investieren, und einheimische Banken müssen davon überzeugt werden, dass die makroökonomische Stabilität auf längere Fristen garantiert wird. Es ist wichtig, dass der Staat Mittel für normales Funktionieren und Investitionen anschafft“, sagte er. Er meint, das Land solle in strategische Projekte investieren, wie Energiewirtschaft und Landwirtschaft, während für die Exportindustrien Ansporn gesichert werden sollte. Was die Regierung ebenfalls tun kann ist, ein günstigeres Geschäftsambiente zu schaffen, und das bezieht sich vor allem auf die Administrativprozeduren und ihre Vereinfachung. Was Sparen angeht, müssen ernsthaftere „Schnitte“ im öffentlichen Verbrauch gemacht werden. Spasojevic sagte, dass der öffentliche Verbrauch auf dem Niveau sein sollte, welches die Wirtschaft ertragen kann.

Der Vorsitzende des Geschäftsclubs „Privrednik“ Branislav Grujic hat für unser Radio erklärt, dass man auf die Vision und das Programm der Regierung warten muss, um zu sehen, welche konkreten Maßnahmen ergriffen werden. Seinen Worten zufolge ist es grundlegend, das Problem der Insolvenz der Unternehmen zu lösen, weil dieses Problem in großem Maße die einheimische Wirtschaft bedrückt. Das sollte seiner Meinung nach die erste Maßnahme der Regierung sein, weil die Wirtschaft so „leichter atmen“ können wird, womit Bedingungen für höhere Produktivität und mehr Jobs geschaffen wird. Was das Dilemma „Sparen oder Verbrauch“ angeht, sagte er, dass beim G20-Gipfel im mexikanischen Los Cabos die gemischte Option gesiegt hat. „In Serbien gab es dieses Dilemma nicht, weil jeder Wirtschaftszweig schwach ist und Ansporn braucht, vor allem für Infrastruktur, wie auch in den Sektoren, die Produkte ins Ausland platzieren, wie die Landwirtschaft“, schlussfolgerte Grujic.