
Die offizielle Statistik schätzt, dass man in diesem Jahr zwei Millionen Tonnen Getreide ernten wird, was ziemlich über der einheimischen Nachfrage liegt. Der durchschnittliche Gewinn liegt bei 4,5 Tonnen pro Hektar. Ein Beitrag von Tamara Prodanovic.
Die Getreideernte hat auf ungefähr 470 Tausend Hektar begonnen. „Laut ersten Ergebnissen kann man eine überdurchschnittliche Ernte und gute Qualität des Brotgetreides in ganz Serbien erwarten und besonders in der Vojvodina“, hat der Leiter der Abteilung für Getreide beim Institut für Agrarwirtschaft Srbislav Dencic erklärt. Er sagte, Serbien kann auf eine gute Ernte hoffen, ohne Rücksicht auf die außerordentlich hohen Temperaturen der letzten Tage. Er meint, dass solche Wetterbedingungen keinen größeren Schaden zufügen würden. Falls die Ernte ohne unvorhersehbare Umstände verläuft, erwartet man 3,7 bis 3,8 Tonnen pro Hektar auf dem Gebiet Zentralserbiens und bis zu 5 Tonnen in der Vojvodina. Das beeinträchtigt auch die Qualität des Getreides positiv, was die Brotprodukte anbelangt. Man bewertete, dass Serbien ungefähr 600 Tausend Tonnen Getreide für Export haben und problemlos seinen Verpflichtungen gegenüber ausländischen Partnern nachgehen wird. Die ständigen und potentiellen Käufer sind der Markt des Nahen Ostens, Irans, Iraks, Libyens, aber auch die regionalen Märkte. Im Moment kostet ein Kilogramm Getreide 23,5 Dinar, bzw. etwas über zwei Euro in Europa. In Ungarn und Russland liegt es unter zwei Euro, aber die Qualität ist auch etwas schlechter, während nur in Frankreich das Getreide etwas teurer ist.
Mit den in Frühling gesäten Flächen kann man Flächen unter Gerste von ungefähr 110 Tausend Hektar erwarten, deren Ernte Mitte Juni begonnen hat. Die Hersteller sind bisher zufrieden. Auf den ersten Parzellen ist der Hektargewinn über 6 Tonnen, was ein gutes Ergebnis ist.
