Korridore weiterhin Priorität

17. 08 2012. - 18:46 -- MRS
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Die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur ist auch Priorität der neuen serbischen Regierung. In ihrem Mandat, wie man im Ressortministerium ankündigt, sollen der Korridor 10 und die Autobahn von Obrenovac bis Cacak, auf dem Korridor 11, fertig gebaut werden. Über die Art und Weise, wie das alles finanziert werden soll, wird man im Einklang mit den finanziellen Möglichkeiten des Landes entscheiden. Ein Beitrag von Ranka Pavlovic.
Die größte Unterstützung bei der Finanzierung der Verkehrsprojekte hat Serbien von der Weltbank, der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) und der Europäischen Investitionsbank. Nach den Gesprächen von neulich mit ihren Vertretern kündigte Premier Dacic an, dass in Serbien über 2300 km Straßen auf 83 Teilstrecken rehabilitiert werden. Dieses 500 Mio. Dollar teure Programm wird die Arbeiten auf dem Korridor 10 beschleunigen und die Verkehrssicherheit verbessern. Für die Erneuerung der Bahn auf Korridor 10 hat die „Bahn Serbiens“ eine Ausschreibung veröffentlicht und die EBRD schätzt, dass die Erneuerung der 112km ungefähr 100 Mio. Euro kostet. Man verhandelt zurzeit auch über einen russischen Kredit in Höhe von 800 Mio. Dollar und diese Mittel sind unter anderem für die Rekonstruierung von sechs Teilstrecken auf diesem Bahnkorridor gedacht.
Was den Korridor 11 betrifft, der über Serbien die rumänische Stadt Temesvar mit dem Hafen Bar in Montenegro verbinden soll, sind die Arbeiten im Gange. Das chinesische Unternehmen „Straßen und Brücken“, das die Brücke zwischen den Belgrader Stadtteilen Zemun und Borca baut, gab das Angebot, 2,5 Milliarden Euro in den Bau der Autobahn von Belgrad bis Montenegro zu investieren. Für die Chinesen sind alle Finanzierungsvarianten akzeptabel – vom klassischen Kredit, über Konzession bis zur PPP. Das offizielle Angebot wurde dem Unternehmen „Koridori Srbije“ eingereicht und liegt dem Verkehrsministerium schon vor. Hier handelt es sich um den Bau von 270km Straßen. Außer diesem chinesischen Unternehmen sind auch andere staatliche Unternehmen und Banken aus China daran interessiert. Gleichzeitig ist das spanische Unternehmen „FCC“ an zwei Teilstrecken interessiert, von Obrenovac bis Ub und von Lajkovac bis Ljig, in der gesamten Länge von 50km. Serbien bekam von Aserbaidschan schon einen Kredit von 300 Mio. Euro für die Teilstrecke von Ljig bis Preljina.
Der Bau noch eines Korridors sorgt dieser Tage für Schlagzeilen. Es handelt sich um den Flusskanal Donau-Morawa-Vardar, der die Verbindung Nordeuropas und der Ägäis um 1200km verkürzen könnte. Das Projekt kostet 17 Milliarden Dollar und die ganze Arbeit könnte in acht Jahren fertig sein. Experten sind der Meinung, dass man mit dem Bau dieses Kanals das Problem der Dürren und Überschwemmungen lösen und somit die landwirtschaftliche Produktion verdreifachen könnte. Gleichzeitig könnte man auch mehrere Wasserkraftwerke bis zu 400 Megawatt bauen. Die Idee für dieses Projekt ist mehrere Jahrzehnte alt, aber vielleicht ist endlich die Zeit für ihre Realisierung gekommen.