Kritiken aus „Fiat“ gerechtfertigt

09. 08 2012. - 20:18 -- MRS
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Die Kritiken aus „Fiat“ über die Beziehung Serbiens zur Automobilfabrik in Kragujevac sind der Meinung der jetzigen Regierung und der Gemeinde Kragujevac nach völlig gerechtfertigt. Der Minister für Wirtschaft und Finanzen Mladjan Dinkic hat erklärt, dass die vorige Regierung ihre Pflichten gegenüber diesem Unternehmen nicht erfüllt hat, sodass man die Schulden von 60 Millionen Euro so schnell wie möglich auszahlen wird. Auch neben allen Schwierigkeiten setzt Fiat die Produktion des „500L“ Models in Kragujevac fort. Ein Beitrag von Tamara Prodanovic.

„Die vorige Regierung hat gar nicht über die Erfüllung ihrer Verpflichtungen nachgedacht, und das bestätigt auch die Lage, in welcher sich Serbien heute befindet“, erklärte Dinkic. Er sagte, er erwarte in kommender Zeit die Ankunft weiterer internationaler Unternehmen und damit auch neue Arbeitsplätze, unter Engagement kleiner und mittelständischer Unternehmen vom einheimischen Markt. „Um das zu erreichen, müssen wir alle Verpflichtungen, die wir Firmen wie Fiat versprochen hatten, erfüllen, weil so bestätigt wird, dass Investitionen in Serbien profitabel sein können“, sagte er. Die Führung von Fiat hat mehrmals eine Verschiebung der Fristen für den Bau von Infrastruktur angenommen, die für die Fabrik wichtig ist. Dem Vertrag mit Fiat zufolge hat das italienische Unternehmen 67 % der Aktien der serbischen Fabrik, während die restlichen 33 % im Besitz der Regierung Serbiens sind. Der Vertrag aus 2008 sieht vor, dass die italienische Firma 700 Millionen in die Fabrik investiert, und die Regierung Serbiens 200 Millionen Euro.

Der Bürgermeister von Kragujevac, Veroljub Stevanovic, hat die Hoffnung geäußert, dass die neue Regierung Mittel finden wird, um bis Ende 2014 die südliche Umfahrungsstraße um Kragujevac zu bauen, und um in den kommenden anderthalb Jahren die Autobahn bis Lapovo zu beenden, was die Stadt mit dem Korridor 10 verbinden wird. Er erinnerte daran, dass die Stadt Kragujevac die Teilstrecke auf dem eigenen Territorium beendet hat, wie auch, dass die Dokumentation für den Bau von weiteren 6,7 km bereit ist. Für die Arbeiten von Batocina bis zum Korridor 10 ist der Wettbewerb beendet, aber es wurde kein Vertrag mit dem Bauunternehmen unterzeichnet, weil die Regierung kein Geld hatte. Dieser Wettbewerb wurde danach annulliert, ein neuer wurde gestartet, aber die Arbeiten wurden nie begonnen, weil die Expropriation nicht bis Ende gelöst wurde, sagte Stevanovic.

Auch neben allen Problemen wird der neue „Fiat 500 L“, der in Kragujevac hergestellt wird, offiziell ab Oktober in Europa im Verkauf sein, und in der Bahn Serbiens erwartet man, dass bald der Transport der Wagen zum Hafen Bar anfängt. Aus der Fabrik heißt es, dass alles nach Plan läuft. In Italien wird der „500L“ 15.500 Euro kosten, und für den serbischen Markt wurde noch kein Preis festgelegt. Im Angebot sind drei Motore, welche ein niedriges Niveau schädlicher Kohlendioxydemissionen haben. Ab dem nächsten Jahr wird dieses Modell ökologisch noch effektiver sein, dank dem heute saubersten Treibstoff – Methan.