
Der Bezirksvorsteher von Kosovska Mitrovica Radenko Nedeljkovic hat heute für unser Radio erklärt, der Plan der EULEX, KFOR und der Kosovo-Behörden über die gewaltsame Integration des Nordens der Provinz in den so genannten Staat Kosovo sei nach wie vor aktuell. Was die Behörden aus Pristina nicht tun könnten, tue für sie die internationale Gemeinschaft, sagt Nedeljkovic. Ein Beitrag von Snezana Milosevic.
Ob die KFOR weiterhin die Konflikte mit den Serben provozieren wird, zeigte auch das Ereignis im Dorf Jagnjenica bei Zubin Potok, als die Soldaten der KFOR die Serben offen zur Gewalt anstiften wollten. Zum Glück mieden die Serben diese Falle. Nedeljkovic appellierte an seine Mitbürger, dass sie ruhig und enthalten bleiben und nicht auf die Provokationen reagieren, die es allem Anschein nach in der Zukunft noch mehr sein wird. KFOR habe, behauptet Nedeljkovic, ihr Mandat noch vor langer Zeit überschritten und realisiere die einseitigen Entscheidungen von Pristina. Aus diesem Grund erlebe die serbische Gemeinschaft im Norden der Provinz diese militärische Mission nicht mehr als friedliche, sondern als einen Besatzer.
Nedeljkovic übermittelte auch die Besorgtheit der Serben, dass die KFOR die administrative Linie schließen wird, um sie zur Integration in die Kosovo-Behörden zu zwingen.
Der Bezirksvorsteher von Kosovska Mitrovica meint, Pristina wolle keine Fortsetzung des Dialogs, denn die Situation vor Ort würde angeblich keine Chance dafür geben. Gerade aus der angeblich schlechten Position Pristinas wolle die KFOR die Situation vor Ort zum Nutzen der Kosovo-Behörden ändern, so Nedeljkovic.
Zu den Behauptungen der höchsten Kosovo-Funktionäre, dass Pristina einen Plan für die Prosperität des Nordens hätte, wiederholte Nedeljkovic, in dieser Hinsicht könne es zu keinen Gesprächen zwischen den Serben aus diesem Teil Kosovos mit den Behörden in Pristina geben, weil die Serben einfach das nicht wollten. „Beim Referendum haben wir unsere Meinung zu den Kosovo-Behörden und den so genannten Staat Kosovo klar ausgedrückt. Diese Institutionen können uns weder Prosperität, noch einen besseren Standard bieten, und wir werden das durch die Institutionen des Staates Serbien verwirklichen, die in voller Kapazität im Norden von Kosovo und Metohija tätig sind. Nur diese Institutionen sind ein Garant für unsere Existenz auf diesen Gebieten“, sagte Nedeljkovic für unser Radio.
