Serbien auf der internationalen Bergbaukarte

16. 08 2012. - 21:12 -- MRS
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Das kanadische Unternehmen "Ultra Lithium" hat mit der geologischen Untersuchung von Lithium und Bor am Standort „Weißes Land“ bei Blace begonnen. Falls man wirtschaftlich einbringliche Reserven findet, könnte man in die Öffnung des Bergwerks 500 Millionen bis 1 Milliarde kanadischer Dollar investieren. Die Herstellung von Lithium, ohne welches die zeitgenössische informations-kommunikative Industrie undenkbar ist, stellt eine große Chance für die wirtschaftliche Entwicklung Serbiens dar und das würde dem Staat auch die Position auf der internationalen Bergbaukarte verbessern. Ein Beitrag von Tamara Prodanovic.
Die Untersuchungen wird man auf einer Fläche von 643 Quadratkilometern durchführen und der Partner des kanadischen Unternehmens ist die chinesische Firma „Betek“. Falls sich das Projekt als rentabel erweist, wird China mit eigenem Kapital die Entwicklung des Projekts unterstützen, in Hinsicht darauf, dass der mehrheitliche Eigentümer das geologische Institut dieses Landes ist. Die Forschung basiert auf der Einschätzung, dass Serbien 20% der Weltreserven an Lithium besitzt, sowie auf den Erwartungen, dass die Nachfrage nach diesem Mineral in den kommenden zehn Jahren um 200% ansteigen wird. Die große Chance widerspiegelt sich in der Tatsache, dass dank der Reservenausbeutung, Serbien bis Ende des Jahrzehnts ungefähr 90% der europäischen und 20% der Weltproduktion von Lithium anbieten könnte. All das wird möglich sein, wenn man das Bergwerk am Jadar-Bassin bei Loznica öffnet, was für 2015 geplant ist.
Lithium ist bisher der einzige Rohstoff in Serbien, dessen zukünftige Herstellung, Vorbereitung und Bearbeitung einen gewissen Einfluss auf den Weltmarkt haben wird. Das Jadar-Bassin ist eins der bedeutendsten in der Welt und man schätzt, dass Serbien von ihm jährliche Einkommen von 124 Millionen Dollar haben könnte. Lithium ist ein sehr gefragter Rohstoff heutzutage, weil man daraus Akkus für Handys, Computer und Fahrzeuge macht. Darüber hinaus sind die Untersuchungen der Jadarit-Reserven nur eine der vielen in Serbien, weil man 2011 die Öffnung von 127 Forschungsfeldern an 67 Standorten gewährte, wo man nach Gold, Kupfer, Molybdän, Blei und Zink sucht.