Serbische Kultur verwischt alle Grenzen

19. 06 2012. - 17:22 -- MRS
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Der Film „Klip“ der serbischen Regisseurin Maja Milos erhielt den Preis “Weiße Iris” für den besten Erstlingsfilm beim Festival in Brüssel. In der Galerie des Grafischen Kollektivs in Belgrad wurden ausgewählteWerke des neunten Wettbewerbs für das beste Grafik-Design aus Serbien, der Republika Srpska und Montenegro in 2010 und 2011 ausgestellt. Der Leitungsausschuss der Stiftung „Ivanka Milosevic“ aus Chicago, nannte den Rat für die Internationale orthodoxe Literaturauszeichnung „Bogorodica Trojeručica“ (Mutter Gottes mit den drei Händen) für das Jahr 2012. Dieser Preis stellt die einzige Literaturauszeichnung in der orthodoxen Welt dar, die die Stiftung seit 12 Jahren verleiht.
Das internationale Filmfestival in Brüssel fand vom 8. bis zum 16. Juni statt. Bei diesem Festival, das sich als „Plattform für neue Filmtalente” versteht, erhielt die junge serbische Filmemacherin Maja Milos den wichtigsten Preis. Im Film geht es um ein Teenager-Mädchen aus der Belgrader Vorstadt, das in armen Verhältnissen lebt. Ihrem monotonen Alltag versucht sie durch Experimentierung mit Sex, Drogen und Ausgehen zu entgehen. Dabei benutzt sie ständig ihr Handy als Kamera. Dieser preisgekrönte Film erzielte großen internationalen Erfolg, unter anderem beim Filmfestival in Rotterdam, wo Maja Milos der Preis „Tiger“ verliehen wurde. Diese Regisseurin schloss ihr Studium 2008 an der Fakultät für Dramaturgie in Belgrad ab. Bereits während ihres Studiums machte sie 11 Kurz- und Dokumentarfilme, die an Festivals in Serbien, Mazedonien, Deutschland und den Niederlanden vorgezeigt worden waren, wie zum Beispiel „Intervall“ und „Si tu timažin“.

Bei der Ausstellung in der Galerie des Grafischen Kollektivs in Belgrad stellen sich 48 Autoren vor, und zwar in folgenden Kategorien: Buch und andere Publikationen, visuelle Identität, Plakate und Werbungen, Verpackung, Schrift, Werbematerial und Wertpapiere, Film-, Video und TV-Grafik und Webdesign. Junge Designer aus Novi Sad, Jovana Budošan i Aleksandar Ilić, erhielten in diesem Jahr den Preis “Grifon” für ihr Werk “Folder kultura”. Das Grafische Kollektiv aus Belgrad organisierte bereits 1996 den ersten jugoslawischen Wettbewerb für das beste Grafik-Design. Inzwischen wurde “Grifon” zu einem Biennale-Projekt, an dem in diesem Jahr die Künstler aus Serbien, der Republika Srpska und Montenegro teilnahmen.

Der Leitungsausschuss der Stiftung „Ivanka Milosevic“ aus Chicago hat renommierte serbische Schriftsteller Matija Bećković, Jovan Delić, Miroslav Egerić und Slobodana Rakitić als Ratsmitglieder für die Internationale orthodoxe Literaturauszeichnung „Bogorodica Trojeručica“ (Mutter Gottes mit den drei Händen) ausgewählt. Die Präsidentin dieser Stiftung, Dragica Milosevic, kündigte an, dass die einzige Literaturauszeichnung der orthodoxen Welt bei einer Zeremonie im Herbst in Belgrad verliehen wird. Der Preis bestehe aus der Ikone der Mutter Gottes mit den drei Händen, der Urkunde und Geldmitteln. Dazu werde das preisgekrönte Buch gedruckt. Die bisherigen Preisträger sind Matija Bećković, Stevan Raičković, Ljubomir Simović sowie andere bekannte Schriftsteller orthodoxer Herkunft.