
Die erste ständige Ausstellung des Museums in Pristina, unter dem Namen „Archäologisches und ethnographisches Kulturerbe in Kosovo und Metohija – Ein Erbe für die Zukunft“, wird am 27. August in der Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Kultur „Sava Decanac“ aus Leposavic, dem Ethnographischen Museum aus Belgrad und der Kultur-künstlerischen Gesellschaft „Kopaonik“ eröffnet werden. Der Kulturminister Serbiens Bratislav Petkovic wird die Ausstellung feierlich eröffnen.
„Die Besucher werden durch die hervorragenden Repliken der serbischen Volkstracht, die Darstellung der Wohnkultur in den südlichen Gegenden Serbiens durch die Geschichte und durch Videoprojektionen der archäologischen Keramik auf dem Gebiet von Kosovo und Metohija einen Teil des Kulturerbes des serbischen Volkes kennen lernen“, sagte für unser Radio die Museumsberaterin beim Ethnographischen Museum in Belgrad Mirjana Menkovic. Die Exponate seien in der Werkstatt der Kultur-künstlerischen Gesellschaft „Kopaonik“ entstanden, in der Zusammenarbeit mit dem Ethnographischen Museum aus Belgrad und dem Museum aus Pristina, sagte sie. Die Gesellschaft „Kopaonik“ ist dafür bekannt, dass es sich für die Erhaltung der Tradition der serbischen Bevölkerung von Kosovo und Metohija einsetzt.
Den Worten von Mirjana Menkovic zufolge ist die Zusammenarbeit des Museums und solcher Gesellschaften sehr wichtig, „im Sinne von Konsultationen mit Kustoden und Konservatoren, die Suggestionen bezüglich der Stoffe für die Anfertigung von Volkstrachten geben“. Die Kultur-künstlerische Gesellschaft „Kopaonik“ entwickelte eine eigene Werkstatt und wagte als erste die Rekonstruierung der Volkstracht der Serben aus Metohija aus dem 19. Jh.
Wie uns Menkovic erzählte, sei die serbische Volkstracht ein bedeutendes Kennzeichen gewesen, und das beste Beispiel dafür seien die Kopfbedeckungen. Während junge Frauen meistens keine Kopfbedeckung trugen, konnte man auf den Köpfen der Bräute reiche und schöne Kappen sehen. Sie unterschieden sich von Gebiet zu Gebiet. Für die Braut aus Sumadija war die Kappe „Smiljevac“ charakteristisch. Es handelt sich um eine Kappe, die aus Strohblumen, auf Serbisch „Smilje“, und viel Münzen angefertigt wurde. Charakteristisch für das zentrale Balkangebiet war die Kappe „Perijanica“, geschmückt mit Tierfedern. Die Stoffe für die Anfertigung der Trachten in Kosovo und Metohija sind: Baumwolle, Leinen, Samt in weißer, roter, und ende des 19. Jahrhunderts, in brauner Farbe.
