Stärkung der Beziehungen mit dem Herkunftsland

31. 08 2012. - 18:07 -- MRS
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Laut offiziellen Einschätzungen zählt die serbische Diaspora in der Welt ungefähr vier Millionen Menschen. In Kanada gibt es 200.000 Serben. In Vancouver, in der kanadischen Provinz Britisches Kolumbien, hat unsere Diaspora zwei kirchlich-schulische Gemeinden formiert: „Sveti Sava“ – Hl. Sava und „Sveti Arhangel Mihailo“ – Hl. Erzengel Michael. Darüber, wie unsere Staatsbürger in diesem Teil Kanadas leben, haben wir mit Dr. Goran Stanisavljevic, dem Vizevorsitzenden der Verwaltung der Kirchlich-schulischen Gemeinde „Sveti Arhangel Mihailo“ gesprochen. Ein Beitrag von Suzana Mitic.
Die Diaspora in Vancouver, die eine der schönsten Städte auf der Welt ist, bemüht sich darum, auf die beste Art und Weise und würdevoll alles zu repräsentieren, was mit der serbischen Tradition, Geschichte, Religion und Kultur verbunden ist. In der Kirchlich-schulischen Gemeinde „Sveti arhangel Mihailo“, mit Hilfe von Stiftern, wurde in den letzten Jahren eine neue Kirche gebaut, sowie ein ganzer Komplex mit einem Saal, Amphitheater, Klassenzimmern, Küche und anderen Begleitobjekten. „Der Grundstein wurde 2002 gelegt und 2005 wurde alles eingeweiht“, sagt Stanisavljevic, der zu dieser Zeit Vorsitzender der Gemeinde war und dessen Familie einer der aktivsten Stifter ist. An allen Aktivitäten sind über 900 Familien beteiligt.
Im Rahmen der Gemeinde wurden auch die sehr aktiven Vereine, Schulen, Folkloreensembles, Fußballklubs, Kirchenchöre, und andere organisiert. Jeder kann etwas nach seinem Geschmack finden und guten Willen durch ehrenamtliche Arbeit zeigen. Die Gemeinde gibt auch eine Zeitschrift heraus, „Srpske zemlje“ – „Die serbischen Länder“, und Dr. Stanisavljevic ist der Exekutivdirektor des Blattes.
Diese Zeitschrift gibt es schon 13 Jahre und sie ist ein Mittel dafür, dass das nationale Bewusstsein bewahrt wird und alle Aktivitäten der Gemeinde und der Organisationen verzeichnet werden. „Wir berichten natürlich auch über die wichtigen Ereignisse aus unserem Herkunftsland und dem Patriarchensitz in Belgrad und aus unserem Kanadischen Bischofssitz. Und in der serbischen Schule, wo der Nachwuchs am Wochenende Religionsunterricht und andere Fächer hat, versuchen wir, unseren Kindern die serbische Sprache, die kyrillische Schrift, unsere Tradition, Geschichte, alle Tugenden unseres Volkes näher zu bringen, damit sie hoffentlich lange an den Wurzeln ihrer Vorfahren gebunden bleiben“, unterstreicht Stanisavljevic.
Viele Menschen, die keine serbische Herkunft haben, kommen auch in die Kirche und interessieren sich für die serbische Tradition, Religion, Kultur. Unser Gesprächspartner hebt hervor, die Beziehungen zwischen unserer Diaspora und Serbien seien besser denn je, und dazu trage die Entwicklung der modernen Kommunikationen beträchtlich bei. „Es ist sehr wichtig, dass sich die Regierung Serbiens um die Serben in der Diaspora kümmert“, unterstreicht Stanisavljevic. „Das Potential der Diaspora ist enorm und ich habe großes Vertrauen in die neue Regierung und große Erwartungen. Ich glaube, dass die Zusammenarbeit noch intensiver und fruchtreicher sein wird, und dass es zugunsten der Serben in der Diaspora und Serbiens sein wird“, sagt Stanisavljevic.
„In der Diaspora gibt es viele fähige Menschen, die sich sehr gut im Westen zurechtgefunden haben und in unterschiedlichsten Bereichen erfolgreich sind. Es handelt sich nicht nur um die finanzielle Seite, diese Menschen haben eine reiche Erfahrung, die sie hier in Serbien übermitteln könnten, was dem Staat und den jungen Menschen hier nützen könnte, sagt Stanisavljevic.