
„Die Frage der Regionalrepräsentation des Kosovo ist nicht gelöst, weil die Vereinbarung aus Brüssel verschieden gedeutet wird“, erklärte der Belgrader Chefunterhändler im Dialog mit Pristina Borislav Stefanovic vor seinem Treffen mit dem EU-Vermittler Robert Cooper. Stefanovic sagte, dass Cooper nach Belgrad kommt, um seine Sicht der Vereinbarung über die Regionalrepräsentation und Bewegungsfreiheit vorzustellen, und um hervorzuheben, dass es wichtig ist, dass der Dialog fortgesetzt wird und alle Vereinbarungen geehrt werden. Ein Bericht von Jelena Simic.
Coopers Deutung der Vereinbarungen ist diametral verschieden von den Deutungen Belgrads, hob Stefanovic hervor und fügte hinzu, die Vereinbarung über Regionalrepräsentation werde erst dann angewandt, wenn sie institutionell so geregelt ist, wie vereinbart wurde, als ein einheitliches Ganzes, welches bedeutet, dass mit dem Namen des Kosovo die ganze Fußnote geht. „Leider sind wir zu einer Deutung gekommen, welche Pristina zugunsten geht, und zwar, dass es nicht klar ist, wo der Text der Fußnote stehen muss“, sagte er.
„Die Einladung von Präsident Tomislav Nikolic, dass Cooper nach Belgrad kommt und die Sache erklärt ist ein Zeichen, dass das Präsidium im Moment der Erwartung der neuen Regierung die Initiative übernimmt, was die Lösung des Kosovo-Problems angeht“, sagte Stefanovic. Seinen Worten zufolge wird der Dialog mit Pristina auf eine Weise fortgesetzt, und die Gespräche werden auf ein höheres politisches Niveau gehoben. Stefanovic sagte, dass sie wahrscheinlich vom Präsidenten oder Premier geführt werden. „Der bisherige Dialog hat sehr konkrete Resultate gegeben, aber jetzt ist eine politische Kampagne dran, wie es der Status des Nordens der Provinz ist, oder der Schutz der Serben südlich des Flusses Ibar, der Status der serbischen Klöster und Kirchen und das Eigentum“, sagte Stefanovic. Er wies wieder die Behauptungen zurück, dass es geheime Vereinbarungen und Dokumente gibt, die Cooper nach Belgrad bringt. Stefanovic sagte, Serbien werde seine Bürger im Kosovo nicht im Stich lassen, und es werde weiter für ihre Rechte kämpfen. Er appellierte daran, dass man Gewalt aufgibt, weil Gewalt für die Kosovo-Serben und die Nationalinteressen Serbiens schädlich ist.
