
In Belgrad fand das 26. Außenministertreffen der Mitgliedstaaten der Schwarzmeer-Organisation statt. Dabei wurde bestätigt, das Ziel dieser Organisation sei es, dass diese Region zu einem friedlichen und wohlhabenden Teil der Welt werde, und zwar ohne nachbarschaftliche Auseinandersetzungen. Serbien hat am 1. Januar dieses Jahres den sechsmonatigen Vorsitz in der Schwarzmeer-Wirtschaftskooperation übernommen. Am 1. Juni wird der Vorsitz an die Türkei gehen. Ein Bericht von Suzana Mitic.
Während seines Vorsitzes setzte sich Serbien für den Dialog und die Zusammenarbeit aller Mitgliedstaaten ein, sowie für eine Atmosphäre des Vertrauens und Respekts. Dies unterstrich auch die stellvertretende Außenministerin Serbiens, Sladjana Prica, zum Auftakt des Treffens. Dabei sprach sie auch über das Engagement Serbiens bei der Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten in wichtigen Bereichen – wie im Energiebereich und beim Umweltschutz. Frau Price erinnerte daran, Belgrad sei im vergangenen Jahr ein symbolisches Zentrum der Zusammenarbeit in der Region gewesen. In der serbischen Hauptstadt sei über 100 Treffen abgehalten worden, unter ihnen viele Tagungen der Schwarzmeer-Wirtschaftskooperation. Serbien habe auch die Partnerschaft der Organisation mit der Europäischen Union gefördert, wobei am Februar das erste Treffen mit der EU vor deren Zustimmung der Strategie mit der Schwarzmeer-Wirtschaftskooperation stattgefunden habe.
Die Teilnehmer der Treffen betonten, alle Mitgliedstaaten sollten in Zukunft noch intensiver kooperieren, um das strategische Potenzial der Region auszunutzen. Der Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit im Schwarzmeerraum, Leonidas Chrysanthopoulos, sprach sich positiv über den serbischen Vorsitz aus, und schätzte, dass diese Organisation eine Zukunft hat. Der stellvertretende türkische Außenminister Naci Koru sagte, die Region der Mitgliedstaaten der Schwarzmeer-Wirtschaftskooperation mit 320 Millionen Einwohner biete enorme Möglichkeiten. Dieser Raum habe den Test der Zeit bestanden, aber es sei noch viel zu tun.
Der stellvertretender Minister für Auswärtige Angelegenheiten Albaniens, Selim Belortaja, sprach sich für die Aufnahme des Kosovo in diese Organisation aus. Seinen Worten zufolge „muss man die Situation in der Region, vor allem den Erfolg des Dialogs zwischen Belgrad und Pristina in Betracht ziehen“. Albanien habe sich bei seinen Vorsitzen in den regionalen Initiativen immer für eine Beteiligung der gesamten Region eingesetzt. Dies werde auch eine Priorität während seines Vorsitzes der CEFTA-Organisation sein. Laut Belortaja hat Serbien während seines Vositzes in der Schwarzmeer-Wirtschaftskooperation die meisten ihren Prioritäten erfüllt, wobei auch andere Aufgaben die Aussicht auf Erfolg hätten.
